Aufhebungsverträge können böse Folgen haben

Böse Falle: Aufhebungsvertrag

Arbeitgeber ziehen es aus diversen Gründen vor, Arbeitsverhältnisse, bei denen Kündigungsschutz besteht, mit einem Aufhebungsvertrag aufzulösen. Einmal vom Arbeitnehmer unterzeichnet, ist es praktisch nicht mehr möglich, die meistens nachteiligen Folgen abzuwenden.

Sperrzeit als Folge

Ein Aufhebungsvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in welcher das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgelöst wird und in welcher die Bedingungen des Ausscheidens aus dem Arbeitsverhältnis geregelt werden.

Aufhebungsverträge werden grundsätzlich von der Agentur für Arbeit als freiwillige Aufgabe des Arbeitsverhältnisses gewertet und führen in der Regel zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeldanspruch, d.h. der Arbeitnehmer erhält für eine bestimmte Dauer kein Arbeitslosengeld I und die Dauer des Arbeitslosengeldanspruchs verkürzt sich.

Gerne üben Arbeitgeber Druck auf Arbeitnehmer aus, die sie loswerden wollen, indem mehrere Vorgesetzte auf den Arbeitnehmer einreden, oder ihm sogar drohen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und nehmen Sie sich die Zeit, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen und sich beraten zu lassen. Ist der Aufhebungsvertrag erst einmal unterzeichnet, ist es praktisch unmöglich, diesen anzufechten und rückgängig zu machen. Es gibt keinen Grund, warum ein Aufhebungsvertrag unter Zeitdruck geschlossen werden soll. Dies ist eher ein Anhaltspunkt dafür, daß der Aufhebungsvertrag für den Arbeitnehmer nachteilig ist.

Wird die gesetzliche Kündigungsfrist in einem Aufhebungsvertrag auch noch abgekürzt, verlängert sich die Sperrzeit für das Arbeitslosengeld I noch weiter.

Arbeitgeber streben Aufhebungsverträge an, um sich die Kosten und Umstände eines Kündigungsschutzprozesses zu ersparen und auch um ohne, oder einer verhältnismäßig geringen Abfindung davonzukommen.

2018-06-29T20:05:12+00:00