Mobbing am Arbeitsplatz2018-06-22T18:52:50+00:00

Arbeitsrecht

Mobbing am Arbeitsplatz

Sie werden gemobbt? Gehen Sie dagegen rechtlich vor!

Unter „Mobbing“ wird das systematische Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander und durch Vorgesetzte (auch durch den Arbeitgeber selbst) verstanden. Soweit der Arbeitgeber/Vorgesetzte den Arbeitnehmer schikaniert, muß abgegrenzt werden zum rechtlich erlaubten und deshalb hinzunehmenden Verhaltens des Vorgesetzten. Soweit der Vorgesetzte nämlich unliebsame Arbeiten anordnet, die durch das Weisungsrecht gedeckt sind, empfindet der Arbeitnehmer dies zwar als Schikanieren. Gleichwohl handelt es sich dann aber nicht auch um Mobbing.

Soweit Arbeitnehmer von anderen Arbeitnehmern „gemobbt“ werden, sollte sich der Arbeitnehmer zunächst an den Vorgesetzten wenden, der dann ggfs. einschreiten muß. Um später ggfs. Ansprüche vor Gericht durchsetzen zu können, sollte der Arbeitnehmer sich vom Vorgesetzten ein Gesprächsprotokoll unterzeichnen lassen, in welchem der Inhalt des Gespräches dokumentiert wurde.

Soweit der Arbeitgeber untätig bleibt, muß der Arbeitnehmer in der Lage sein, vor Gericht zu beweisen, daß er gemobbt wurde, er den Vorgesetzten darüber informiert hat und dieser untätig geblieben ist. Daran scheitert in der Praxis meistens die Durchsetzung von Ansprüchen wegen Mobbings, da der Arbeitnehmer nicht in der Lage ist, zu beweisen, daß andere Arbeitnehmer, oder der Vorgesetzte selbst, ihn gemobbt haben.

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans.

Warum Sie sich gegen Mobbing am Arbeitsplatz wehren sollten

Mobbing führt früher, oder später zu psychischen Problemen des Arbeitnehmers, weshalb der Arbeitnehmer das Mobbing nicht lange hinnehmen sollte. Daher sollte der betroffene Arbeitnehmer zunächst den Vorgesetzten und den Betriebsrat aufsuchen und diese Gespräche mit einem vom Arbeitgeber unterzeichneten Gesprächsprotokoll dokumentieren, damit später ggfs. nachgewiesen werden kann, daß dem Arbeitgeber die Problematik bekannt war. Sofern der Arbeitgeber untätig bleibt, können ggfs. Schadensersatzansprüche gegenüber dem Arbeitgeber entstehen.

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