Arbeitszeugnis2018-06-29T19:04:31+00:00

Arbeitsrecht

Arbeitszeugnis

Sie haben einen Anspruch auf ein qualifiziertes wohlwollendes Arbeitszeugnis!

Unabhängig davon, wie lange das Arbeitsverhältnis bestanden hat, oder wie einfach die Tätigkeit war, hat der Arbeitnehmer mit dem Ende eines Arbeitsverhältnisses einen Anspruch gegenüber seinem Arbeitgeber auf Erteilung eines qualifizierten wohlwollenden Arbeitszeugnisses.

Was versteht man unter einem qualifizierten Arbeitszeugnis?

Qualifiziert bedeutet, daß in dem Zeugnis nicht nur Dauer der Beschäftigung und einige wenige nackte Fakten angegeben werden, sondern, daß das Zeugnis auch eine aussagekräftige Tätigkeitsbeschreibung sowie eine Bewertung des Arbeitnehmers enthält.

Grundsätzlich besteht lediglich der Anspruch auf Erteilung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses, nicht jedoch auf bestimmte Formulierungen. Häufig entsteht Streit über Formulierungen in Arbeitszeugnissen.

Warum sollten Sie Ihr Arbeitszeugnis von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht überprüfen lassen ?

Da der Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein „wohlwollendes“ Zeugnis hat, sind Arbeitszeugnisse immer positiv formuliert. Dabei haben viele Floskeln in Wahrheit eine durchaus negative verschlüsselte Aussage, die der Arbeitnehmer nicht, ein kundiger Personaler aber sehr wohl versteht. Beispielsweise steht in einem Arbeitszeugnis: „Für die Belange der Mitarbeiter bewies er immer Einfühlungsvermögen“. Hört sich gut an, bedeutet aber, daß der Mitarbeiter ständig sexuelle Kontakte zu Mitarbeiterinnen suchte. Oder es steht im Zeugnis: „Er trat engagiert für die Interessen der Kollegen ein“. Das bedeutet, daß der Arbeitnehmer im Betriebsrat tätig war.

Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht beschäftigt sich – im Gegensatz zum normalen Arbeitnehmer – regelmäßig mit Arbeitszeugen und erkennt derartige verschlüsselte Nachrichten. In einem Beratungsgespräch kann Ihnen der Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Auskunft darüber geben, ob das erteilte Zeugnis den formellen und inhaltlichen Mindestvoraussetzungen entspricht und ob das Zeugnis versteckte negative Botschaften enthält.

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